Leben und Lassen

Balkonbloggen

2009
Wieder üppig, wieder grün, wieder anders.

Herr Freud deckt den Tisch

fuenf

Kind- und kegelig im sonst kind- und kegellosen Haus.
Alle Räume Klang.
Kurze in medialen Empfangsposen und schokoladiger Interaktion.
Lange entspannt in Balkonien und Küche.
Das Besondere einfach, gut, normal.
Die Hühner fast gar. Gedanken verloren.
Sechs. Stühle. Teller. Bestecke. Gerückt, gedeckt. In Erwartung.
Fünf. Wir sind nur fünf.
Kegel gedacht.

Korrespondenz

Die gedacht geradlinige Bewegung verendet nicht mehr im spiralen Spasmus. Sterne gehören endlich wieder nur dem Nachthimmel.

Fuck You, Ragweed!

2003 - ein winziges Dörfchen an der südlichsten Ostküste Bulgariens. Keine Hotels, extrem wenige Touristen - ein verschlafener, stiller Ort. Zwei Strände in zehn Minuten Laufdistanz. Einer von beiden bewirtschaftet und deshalb, wegen des mitreisenden Kindes und eigenen Komforts bevorzugt. Der Rückweg vom Strand zum Quartier leicht aufsteigend. Für mich anfangs mäßig anstrengend, nach zwei Tagen respiratorisch extrem überfordernd. Der Erhalt des empfohlenen Akutsprays in der nächstliegenden Apotheke dagegen einfach und um vieles billiger als in Deutschland.
Aber was zur Hölle war es, dass Frau so außer Gefecht setzen konnte?
Die eingehende Recherche spuckte Ragweed/Ambrosia aus, denn Beifuß war in der saisonalen Wirkung bekannt und anderes blieb nicht. Beim auswertenden Arztgespräch daheim stieß ich leider damals auf Unverständnis.

2009 - Ambrosia steht inzwischen auf der Allergenliste ganz oben und es wird allerorten vor der Pflanze gewarnt.
Betroffenen hilft das wenig.
Aber es ein gutes Gefühl mit extremer Atemnot in der Rettungsstelle sofort, kompetent und als mündige Patientin behandelt zu werden. Danke!

Die Ausbreitung der fiesen Pflanzen werde ich nicht verhindern können. Was bleibt ist den eigenen Körper zu 'stählen' - heute ist Tag drei ohne Nikotin.

In Erwartung

WM

Mexiko

Mexico

So als kleiner Nachtrag. Weil der Sommer urlaubslos bleibt. Und weil Dienstreisen manchmal echt spannend sind.

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und das leben läuft derzeit schneller als die zeit. das möge so bleiben. lange...

Fürstenwalde - Oststrand

Kurz vor neun. Alexanderplatz. Auf zum Termin in Fürstenwalde an der Spree. Das Rad muss mit. Der Zug rollt an, die Klimaanlage funktioniert, fröhliches Plauschen füllt die Wagen. Als der Zug 20 Minuten später in Rummelsburg stehen bleibt, nimmt anfänglich niemand bewusst davon Notiz. Erst als der Zugbegleiter ans Mikrofon tritt und den Spielstand verkündet, horchen alle auf: „Wegen einem technischen Problem verzögert sich die Weiterfahrt um wenige Minuten.“ Noch ist außer dem Genitiv also nichts verloren. 15 Minuten verstreichen. Der Zug steht. Der Kommunikationsbedarf steigt. Der Zugbegleiter pirscht durch die Wagen – unbehelligt. Wenig später die Durchsage: „Wegen einem Lokschaden können wir nicht weiterfahren. Wir warten auf eine Ersatzlok.“ Der Genitiv wartet auf seine Chance und der Zugbegleiter tritt mutig den Rückweg an – nicht mehr unbehelligt. Wann es denn weiter gehe, wird er gefragt: „Wenn die Lok da ist.“ Alles klar. Terminpflichtige Reisende greifen nach Handtelefonen. Kurze Zeit später weiß im Abteil jeder von jedem den Grund der Bahnfahrt.
30 Minuten nach fahrplanmäßiger Ankunftszeit. Der Zug steht. Der Zugbegleiter hat sich verdünnisiert und schweigt beharrlich. Dem in der Spreestadt ausharrenden Gesprächspartner ist eine ungewisse Wartezeit nicht zuzumuten. Somit entfällt der Grund der Reise.
Eine junge Frau ruft die Servicenummer der Bahn an, schildert die Lage und versucht herauszufinden, wann denn nun mit dem Ankoppeln der Ersatzlok zu rechnen sei. Ihr wird mitgeteilt: „Sie haben 40 Minuten Verspätung.“ Ach nee! Danke Bahn, du hast einen Fünf-Euro-Gutschein gewonnen. Der wird bei der nächsten Buchung an einem Serviceschalter auf den Ticketpreis angerechnet (Barzahlung ausgeschlossen) - falls du vor Erreichen des Schalters nicht wegen der langen Wartezeit komatös zusammen brichst. Und nicht vergessen: Buchen am Schalter kostet fünf Euro Serviceaufschlag – tja, in Nullsummenspielen sind wir groß!
Der Zug steht. Zynismus und Unmut machen sich breit. Der Zugbegleiter lässt sich zu einer Durchsage herab. „Nach dem Ankloppeln der Lok werden wir zum Ostbahnhof zurück geschleppt. Dort können Sie dann Ihre Fahrt fortsetzen.“ Großartig. Aber viele wollen inzwischen nicht mehr Richtung Osten.
Plötzlich ein Stoß – die Lok ist drin dran. Rück(wärts)fahrt. Der Zugbegleiter traut sich erhobenen Hauptes durch den Zug und verteilt großzügig vorgestempelte Entschuldigungszettel. Wie es denn mit der Erstattung der Fahrkarten aussähe, wollen viele wissen. Schließlich habe sich der Grund der Fahrt ja nun erledigt. Der Zugbegleiter taut auf und wird gesprächig. „Das Gesetz für Fahrgastrechte im Bahnverkehr tritt erst am 29.07. in Kraft. Ab dann kriegen Sie auch für solche Fahrten im Regionalzug den Fahrpreis erstattet.“ Fehlerfrei, wow.
Hin- und Rückfahrt plus Fahrradkarte – 15 Euro für eine nicht erbrachte Leistung, Nebenkosten nicht eingerechnet.
Elf Uhr, Ostbahnhof. Der Zug fährt ein. Wild schreiend und gestikulierend rennt der Zugbegleiter über den Bahnsteig in Richtung Triebwagen und brüllt den Lokführer an: „Guck mal was du gemacht hast, du Depp!“ Alle schauen auf das Zugende. Der letzte Wagen steht außerhalb des Bahnhofs und die Fahrgäste helfen sich gegenseitig übers Gleisbett auf den Bahnsteig.
Alles bestens liebe Bahn. Wir fahren gern sinnlos durch die Gegend und erkunden dein Betriebsgelände. Unsere Zeit kostet dich ja nichts. Das Ticket verbuchen wir in den Betriebsausgaben unter 'Fahrtkosten' und tun so, als wären wir wirklich bei unserem Geschäftspartner angekommen. Du hast trotzdem Gewinn gemacht. Und klar – nimm' das Geld und zahle damit die Reparatur der Lok. Wir schreiben uns dafür Sozialpunkte. Dann fühlt man sich doch gleich besser.
Kompensation. Selbst gemacht. Das Rad parkt am Oststrand. Da ist auch Spree, Sonne, weicher, warmer Sand, Kaffee und sanftes Plauschen.

Auf-Null-Sätze

Ideal

Die EU hatte ich gar nicht verlassen. Aber danke trotzdem. Und danke auch, dass ich bei jedem Netzwechsel von Ihnen wieder so freundlich begrüßt wurde. Ich nehme Sie beim Wort und schicke Ihnen meine Rechnung für die Telefonate in Österreich zurück. Die Erstattung ist Ihnen doch 'egal' - Sie übernehmen Sie also gern. Oder?

Salzkammergut

Salzkammergut

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Meinungen

ich selbst
kanns aus 9monatiger eigener abstinenz nur empfehlen!...
ranunkelchen (Gast) - 12. Okt, 21:35
ja, sicher
und fern und scheinbar nicht erreichbar. aber für...
Paula notes - 6. Sep, 01:12
der nachthimmel hat's...
der nachthimmel hat's gut.
schneck08 - 5. Sep, 10:14
Diese Nichtraucherei...
Diese Nichtraucherei geht ja mal wieder herum wie eine...
virtualmono - 31. Aug, 23:18
Lieben Dank,
ich geb' mir Mühe...
Paula notes - 21. Jul, 20:32
Klingt doch prima.
Na dann weiter alles Gute! Und noch viel Spaß...
King Fisher (Gast) - 21. Jul, 17:42
guten morgen!
guten morgen!
schneck08 (Gast) - 13. Jul, 19:34

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Zuletzt aktualisiert: 12. Okt, 21:35