Begegnung...
In Räuberzivil beschreite ich die Treppe zum Gropiusbau. Kurz und unbewußt kreuzt sich der Blick eines rauchend vor der Tür stehenden Wachmanns mit meinem. Mein Rucksack ist zu groß um Sicherheitsbedenken beim Kunstgenuß zu zerstreuen. Ich krame an der Garderobe Presseausweis, Stift und Kleingeld heraus und gebe ihn ab. Sonntag – Angkor Wat, Cindy Sherman und Ré Saoupault sind offensichtlich gut besucht, die Schlange an der Kasse lang. Ich habe Zeit. Lesend vertiefe ich mich in die Prospekte der Ausstellungen, wandere langsam mit der Schlange Richtung Kasse.
Plötzlich tippt mir jemand auf die Schulter. Ich drehe mich fragend um. Eine Hand streckt mir zwei Tickets entgegen, ein freundliches Gesicht lächelt mich an. Es ist die Hand des Wachmanns und es ist sein Lächeln. Er winkt mich aus der Schlange und weist mir freundlich gestikulierend den Weg zur Treppe, die ins erste Geschoß zu den derzeitigen Ausstellungen führt. Unsere Konversation ist gestisch und stumm. Ich bin verwundert. Die Tickets sind mit 0,00 Euro gestempelt, Pressekarten also. Wie kann er das wissen? Ein wenig peinlich berührt wegen der geduldig Wartenden verlasse ich die Schlange und laufe Richtung Treppe.
Er entfernt sich wortlos mit einem Nicken.
Vier Stunden und drei wunderbare Ausstellungen später hole ich meinen Rucksack aus der Garderobe, verstaue Ausweis, Stift und Kleingeld und gehe zum Ausgang.
Da steht er wieder und raucht. Ich schaue ihn fest an, er lächelt. ‚Danke’ ist alles was ich sagen kann, die Treppe abwärts laufend.
Kaum auf dem Rad kreiseln die Gedanken in meinem Kopf: Warum hat er das für mich getan? Wie konnte er wissen, daß ich einen Presseausweis habe? Mitte vierzig, mittelgroß, Typ Rausschmeißer, trainiert, breit wie hoch, sympathisches Lächeln – ich kann mich nicht erinnern, ihn je dort gesehen zu haben. Aber nur drei bis vier Mal im Jahr gehe ich in den Gropiusbau und Hunderte, wenn nicht Tausende laufen täglich über diese Treppe - an ihm vorbei.
Mein ‚danke’ war zu wenig, ich weiß. Beim nächsten Mal werde ich ihn fragen …
Plötzlich tippt mir jemand auf die Schulter. Ich drehe mich fragend um. Eine Hand streckt mir zwei Tickets entgegen, ein freundliches Gesicht lächelt mich an. Es ist die Hand des Wachmanns und es ist sein Lächeln. Er winkt mich aus der Schlange und weist mir freundlich gestikulierend den Weg zur Treppe, die ins erste Geschoß zu den derzeitigen Ausstellungen führt. Unsere Konversation ist gestisch und stumm. Ich bin verwundert. Die Tickets sind mit 0,00 Euro gestempelt, Pressekarten also. Wie kann er das wissen? Ein wenig peinlich berührt wegen der geduldig Wartenden verlasse ich die Schlange und laufe Richtung Treppe.
Er entfernt sich wortlos mit einem Nicken.
Vier Stunden und drei wunderbare Ausstellungen später hole ich meinen Rucksack aus der Garderobe, verstaue Ausweis, Stift und Kleingeld und gehe zum Ausgang.
Da steht er wieder und raucht. Ich schaue ihn fest an, er lächelt. ‚Danke’ ist alles was ich sagen kann, die Treppe abwärts laufend.
Kaum auf dem Rad kreiseln die Gedanken in meinem Kopf: Warum hat er das für mich getan? Wie konnte er wissen, daß ich einen Presseausweis habe? Mitte vierzig, mittelgroß, Typ Rausschmeißer, trainiert, breit wie hoch, sympathisches Lächeln – ich kann mich nicht erinnern, ihn je dort gesehen zu haben. Aber nur drei bis vier Mal im Jahr gehe ich in den Gropiusbau und Hunderte, wenn nicht Tausende laufen täglich über diese Treppe - an ihm vorbei.
Mein ‚danke’ war zu wenig, ich weiß. Beim nächsten Mal werde ich ihn fragen …
Also, es gibt da sicherlich noch andere Gründe, weshalb "0,00 Euro" auf dem Ticket stand. Und nach dem "warum?" muss man ja nicht immer fragen, oder?