Fauler Tag - selbstverordnet ...

... verbracht:
  • mit Morpheus: elf Stunden
  • mit Zeitung, Schrippen und Milchkaffee: drei Stunden
  • in der Badewanne: zwei Stunden
  • auf der Couch mit Philip Roth: drei Stunden
  • mit Mails an Freunde: eine Stunde
  • mit F., Sushi und TV: vier Stunden
Ein (fast) vollkommener Tag mit Seltenheitswert.

Bed & Breakfast - Hellenthal

Hellenthal

Es ist purer Luxus ...

... nach einem langen Tag die Wohnungstür aufzuschließen und die mich empfangende Reinheit mit jeder Pore zu genießen. Der Teil des schlechten Gewissens, der mir seit Wochen sagt 'Du musst putzen!' ist verstummt.
Ich kaufe mir Zeit. Ich gebe Geld aus für etwas, dass ich mit mehr Freizeit und/oder besserer Planung selbst erledigen könnte.
Ich leiste mir eine Putzfrau Perle. Und dem sozialen Gewissen entgegne ich auf sein 'So was macht man nicht.', 'Hey, ich zahle gut und das gern.'.
'Meine' Perle schafft in zwei Stunden was mich nach dreien erschöpft auf die Couch fallen lässt.
Ich leiste mir einen Luxus, den ich mir als Freiberuflerin mit schwankender Auftragslage nicht leisten sollte. Aber ich weiß, an Perlen-Tagen werde ich mich von nun an doppelt auf's Heimkommen freuen.

Feierabend

Ich häng' dem Tag den Mantel auf den Nagel. Die Taschen vollgestopft mit Worten.

Plötzlich ...

Froehlichs-letzer-Tag
... rasselte sein kleines Körperchen bei jedem Atemzug. Medikamente und Sauerstoffzufuhr halfen nicht. Ich musste ihm beim Sterben helfen lassen.
Die Wahl der Tierärztin war, der Notsituation geschuldet, zufällig. Dort erfahrenes Verständnis für den leidenden Winzling und seinen traurigen Menschen sind in Einfühlsamkeit und Professionalität nicht zu überbieten.
Mach's gut Herr Fröhlich. Du bist ganz sicher der Star im Hamsterhimmel!

(Fiktiver) Antrag auf Verlängerung des Tages auf 48 Stunden

Zeit-(ver)reisen fiele weniger ins Gewicht. Schlaf würde sich von kurzer, komatöser Pause in eine erholsame Zwischenzeit wandeln. Tiefe gewänne ihre ursprüngliche Bedeutung. Eigenem (Er)leben wüchse Raum ...

Radau

Radau-jpg

Klick auf's Foto.

Spontan...

... mit einem Freund auf ein Flugbier. Erheitert in den späteren Abend. Ad hoc die Entscheidung.

Alt_Neu
Impulsiv der Kauf. Die treue Ixus 500 wird in vertrauten Händen nach langen Jahren fleißig weiter knipsen. Und was die Ricoh kann, wird sie (auch hier) beweisen müssen.

Bed & Breakfast - Montabaur

Montabaur

Bed & Breakfast - Hameln

Hameln

Bed & Breakfast, Ende und Anfang langer Tage. Tage, die neue, spannende und unwägbare Geschichten erzählen. Geschichten, die in anderen Medien ihren Platz finden. Mir bleiben Bett und Frühstück als Verortung in meinem Leben. Dazwischen Träume. Gewoben aus dem Erleben anderer, fliehenden Orten, zu schnell durchschrittener Zeit.

Sibirischer Frust

Frust_in_Sibirien Sieben Uhr. Im Halbschlaf mit den Öffentlichen ins Büro. Die Straßenbahn lässt sich Zeit. Als nach zehn Minuten zwei Bahnen nacheinander kommen, bleibt die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die erste ist so voll, dass nur durch unerzogenes Drängeln ein Mitfahren möglich scheint. Die zweite wird zwangsläufig an jeder Ampel ein Mal länger stehen. Ich entscheide mich für's Zuspätkommen. Umsteigen in die S-Bahn. Die Minusgrade lassen Bahnen ausfallen. Durchsage keine. Und Berliner sind nicht nett, wenn sie etwas wollen - pünktlich zur Arbeit kommen zum Beispiel. Tumulte während des Ein- und Aussteigens. Die Lehrerin einer eingequetschten Schulklasse ruft in der Bahn laut Namen auf, Schüler schreien 'hier'. Alle hatten es geschafft. Aus euch wird was Kids! Zwei Stationen später haste ich aus der lahmen Lemminge-Beförderungsmaschine und renne ins Büro. Danke Bahn für ungewollten Frühsport und wohltemperierten Körper. Im Büro: 16 Grad, den dritten Tag schon. Die Hausverwaltung lege ich in der Kategorie 'Versager' ab. Bleibt die Entscheidung zwischen hektoliterweise heißem Tee mit notwendig folgender Pionierblase und stringenter Aufgabenbewältigung. Frierend und zwangsweise entscheide ich mich für Letzeres. Zehn Stunden später. Die Eishölle spuckt mich aus. Straßenbahnhaltestelle. Ein Termin drückt. Die Anzeige blinkt seit geschlagenen zehn Minuten die Ankündigung der einfahrenden Bahn. Die ist trotzdem nicht zu sehen und die Anzahl wartender Eis-Stalagmiten wächst sekündlich. Irgendwann teilt die BVG mit, dass wegen eines parkenden Fahrzeuges der Straßenbahnverkehr beider hier verkehrender Linien auf unbestimmte Zeit eingestellt ist. Ich schiebe Panik, verfluche pauschal alle sich in der Stadt befindlichen, motorisierten Vollpfosten aus der Provinz und renne zur S-Bahn. Als die Tür schließt, lese ich 'Wagen heizt nicht'. Unglaublich. Als Einzelunternehmen (für Nicht-Berliner: Bus+Tram+U-Bahn=BVG, S-Bahn=Bahn) kriegen die nichts auf die Reihe und treiben die Berliner Krankenstatistik versagensbedingt in die Höhe, beim Zusammenspiel in sibirischen Krisensituationen sind sie unschlagbar. Sie lassen Straßen- und S-Bahnen ausfallen, zwingen Passagiere zum Rennen und nutzen dann die ertüchtigungsbedingt entstandene Wärme schwitzender Terminbeflissener zum Heizen der Waggons. Gibt es einen Managerpreis für stoisch ausgesessene Problemsituationen bei Temperaturen unter minus fünfzehn Grad? Ich hätte da zwei Kandidaten....

15 kostbare Minuten

Warum sind Schuhläden immer dort, wo Frau 15 Minuten zwischen zwei Terminen verbummeln muss? Warum sind Schuhläden genau dann nicht voll, wenn Frau eintritt? Warum nimmt Frau selektiv nur die Stiefel wahr, die ihr schon vor zwei Monaten ausgezeichnet standen, aber preislich über der Schmerzgrenze lagen? Warum verlangt dieses Schuhgeschäft ausgerechnet jetzt für die herrlichen, spitzenhackigen, schwarzen Langschäfter 50 Euronen weniger? Warum ist die Verkäuferin so ungewohnt höflich und kundenumsatzorientiert? Warum ist sie in Lichtgeschwindigkeit mit der richtigen Größe aus dem Lager zurück? Warum sind die Waden trotz sportlicher Quälereien Höchstleistungen nicht dicker geworden? Warum vermeldet die innere Stimme nicht pflichtbewusst: du hast doch schon drei Paar schwarze Stiefel? Warum kann Frau ausnahmsweise die PIN für ihre Geldkarte ohne langwieriges Wühlen in mitgeführten Zetteln wie aus der Pistole geschossen eintippen?
Warum sind Frau 15 Minuten auf ein Mal so verdammt lang teuer?

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Meinungen

sie haben doch nicht...
das reisefieber und die fotolust "kurriert"? ich vermiss...
Ranunkelchen - 27. Mai, 23:14
auch von mir....
... alles gute nachträglich.
Doro (Gast) - 10. Mär, 17:13
hab lieben dank!
Paula notes - 8. Mär, 23:03
herzlichen glückwunsch!...
schneck08 - 6. Mär, 00:04
ich selbst
kanns aus 9monatiger eigener abstinenz nur empfehlen!...
ranunkelchen (Gast) - 12. Okt, 21:35
ja, sicher
und fern und scheinbar nicht erreichbar. aber für mich...
Paula notes - 6. Sep, 01:12
der nachthimmel hat's...
der nachthimmel hat's gut.
schneck08 - 5. Sep, 10:14

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Zuletzt aktualisiert: 15. Apr, 10:03